Wie tickt die Jugend? - Die SINUS- U18-Studie

03.11.2012

Glaube, Religion und Kirche in den Lebenswelten der Jugend 2012

Großes Interesse an den Ergebnissen der Jugendstudie brachten am vergangenen Donnerstag (25.10.12) 60 Personen, darunter viele Kirchengemeinderäte, mit in die Karlskaserne Ludwigsburg. In einer neuen qualitativen Studie hat das SINUS-Institut junge Menschen u.a. zu den Themen Medien, Religion und Glaube, Schule und Berufsorientierung befragt und sieben Lebenswelten identifiziert (Infoblatt Sinus-Jugendstudie). Diese Studie wurde von Christian Kindler, Leiter der Katholischen Erwachsenenbildung (keb) und wissenschaftlicher Beirat der SINUS U18-Studie in einer lebendigen und sehr anschaulichen Präsentation vorgestellt. Werbeclips und Fotos machten die Lebenswirklichkeiten (wieder-)erkennbar, was viele zum nachdenklichen Schmunzeln brachte. Bewegte Selbstwahrnehmungen lockerten die Präsentationen auf.

Im Gespräch mit PraktikerInnen wurden beispielhafte Ansätze kirchlicher Jugendarbeit vorgestellt und Handlungsmöglichkeiten für Kirchengemeinden erörtert. Die PraktikerInnen waren:

Ulrike Prießnitz, Zusammen Lernen & Spielen (ZLS) - Kooperation Schule-Gemeinde, Bietigheim-Buch
Wolfgang Müller, Jugendkirche der Gesamtkirchengemeinde Ludwigsburg im Sophie-Scholl-Haus
Ruth Schneider, Caritas, Jugend- und Schulsozialarbeit
Jochen Wagner, Leiter kath. Jugendreferat, Schülermentorenprogramm, Trainee-Bildungsmodule, Jugendverbandsarbeit.

Einige Empfehlungen der PraktikerInnen (ohne Anspruch auf Vollständigkeit):

  • Keine Angebote für Jugendliche entwickeln, sondern mit ihnen.
  • Absichtsloses Interesse an junge Menschen zeigen: Wir sind für euch da. Ihr könnt ohne Gegenleistung bei uns eure Freizeit gestalten und euren Interessen nachgehen. Wir bringen unsere Werte ins Spiel, ohne sie euch aufzuzwingen.
  • Die jungen Menschen in ihren unterschiedlichen Lebenswelten ernst nehmen und darauf vertrauen, dass Gott sie bereits gerufen hat und mit ihm auf der Suche nach Sinn unterwegs sind.
  • Konzentration der Kirchengemeinden auf einen Weg, der vor Ort passt. Nicht alles abdecken müssen, sondern sich für das Wichtigere entscheiden.
  • Vernetzung und Kooperation mit anderen Organisationen (Schulen, Evang.Kirche, Sozialarbeit, Vereine, ...) suchen.

Literatur: Link zum Buchdienst Wernau

 

(1) Rund 60 interessierte Zuhörerinnen in der Karlskaserne
(2) C.Kindler, Leiter keb, erläutert die Lebenswelten junger Menschen
(3) Selbstwahrnehmung war gefragt
(4) Milieus, denen wir begegnen (rot), uns fremd sind (blau).
 
(5) Jugendl. die sich bei uns wohl fühlen (gelb), unwohl (blau)
(6) Dekanatsreferent Bair blickt durch
 
Flyer Vorderseite

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