Freiräume für das Ehrenamt

14.03.2014

Reiner App, PRAGMA-Institut Reutlingen, zum Ehrenamt in der Kirche

"Die Kirchengemeinde ist trotz zunehmender Mobilität oder gerade deswegen der vorrangige Ort ehrenamtlichen Engagements", so Reiner App beim letzten Aggiornamento-Forum in St. Paulus, Ludwigsburg. Denn, so der Sozialforscher, der soziale Nahbereich, die "Vor-Ort-Erfahrung" stellt eine wesentliche Grundbedingung für das Ehrenamt dar.

Die etwa 35 Zuhörer nahmen mit großem Interesse die Ergebnisse der Studie "Ehrenamtliches Engagement in Kirche und Gesellschaft in der Diözese Rottenburg-Stuttgart" auf und diskutierten optimale Rahmenbedingungen für das Ehrenamt.

Rund ein Drittel der Nichtengagierten wären bereit, ein Ehrenamt zu übernehmen. Um dieses Potential besser auszuschöpfen würden bessere Kommunikationswege benötigt. "Oftmals frägt man die Gleichen" erläutert App. Einen Blickwechsel auf neue Zielgruppen und entsprechende Kommunikationswege zu entwickeln, stellten lohnende Herausforderungen für Kirchengemeinden dar. Bestimmte Milieus, Geschlechterrollen, eine sogenannte "Veteranendominanz" und das kirchliche Image trügen dazu bei, die Schwellen für diejenigen (zu) hoch zu setzen, die eine Bereitschaft zum Ehrenamt hätten.  Diese Schwellen abzubauen, Freiräume für neue Gruppen und Themen im kirchlichen Bezug zu ermöglichen, neue Zugangswege auszuprobieren, stellten anspruchsvolle Herausforderungen für Kirchengemeinden dar.

Der Referent lud dazu ein, sich bei der Suche nach MitarbeiterInnen nicht von den zu erledigenden Aufgaben leiten zu lassen, sondern von der Frage, welchen benefit (Nutzen) könnte jemand von uns bekommen, der sich bei uns engagiert.

Attraktive Ehrenämter zeichnen sich aus durch:

  • Flexibilität
  • zeitliche Befristung
  • Projektorientierung
  • Spaß und Sinn

Wer die Ergebisse der Studie nachlesen möchte kann dies hier tun.



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