Zum Nichtstun verdammt? - Wege in Bildung und Arbeit für Flüchtlinge

09.02.2015

Flüchtlinge ohne Arbeit? Ökumenisches Sozialforum lädt zur Podiumsdiskussion im Rahmen der Vesperkirche ein.

Das „Ökumenische Sozialforum Ludwigsburg“ und der Arbeitskreis Asyl laden am Dienstag, 24. Februar 2015 um 19.00 Uhr zu einer Veranstaltung in die Friedenskirche Ludwigsburg in der Stuttgarter Straße ein.

Die neuen gesetzlichen Regelungen beim Arbeitsmarktzugang von Flüchtlingen haben Personen mit Aufenthaltsgestattung den Zugang zum Arbeitsmarkt zwar theoretisch erleichtert, doch wie sieht die Praxis aus? Grundsätzlich gilt weiterhin 15 Monate lang ein nachrangiger Arbeitsmarktzugang, nach wie vor muss für eine konkrete Beschäftigung eine Erlaubnis bei der Ausländerbehörde beantragt werden. Handwerksbetriebe und Industrie würden die Qualifikationen und beruflichen Erfahrungen der Asylsuchenden gerne nutzen, die Bereitschaft motivierten jungen Flüchtlingen einen Ausbildungsplatz anzubieten ist hoch. Doch den Betrieben fehlt die Planungssicherheit, viele sind von den bürokratischen Hürden der Nachrangigkeitsprüfung abgeschreckt. Flüchtlinge finden trotz guter beruflicher Qualifikationen keinen Arbeitgeber, sie sind zum Nichtstun verdammt. 

Die Eingliederung in den Arbeitsmarkt ist eine zentrale Voraussetzung für eine gelungene Integration. Wie man die Kluft zwischen Anspruch und Wirklichkeit überwinden kann, darüber wird im Rahmen der Ludwigsburger Vesperkirche unter dem Motto „ Zum Nichtstun verdammt? - Wege in Bildung und Arbeit für Flüchtlinge“ in einem offenen Podiumsgespräch diskutiert. Eingeladen dazu sind Dr. med Benhard Lasotta (MdL, CDU), Daniele Lede Abal (MdL, Bündnis 90/Die Grünen), Dr. Carolin O’Sullivan (Geschäftsführerin operativ der Agentur für Arbeit), Juliane Lechner (IHK Ludwigsburg, Referat Berufliche Bildung), Karlheinz Hassis (Arbeitskreis Asyl, Benningen) und Andreas Linder (Geschäftsführer, Flüchtlingsrat Baden-Württemberg) der zudem ein Impulsreferat zum Thema halten wird. Die Moderation übernimmt Ulrike Trampus (Chefredakteurin der Ludwigsburger Kreiszeitung). Außerdem kommen Flüchtlinge und Arbeitgeber zu Wort, die von ihren persönlichen Erfahrungen berichten werden. 

Das „Ökumenische Sozialforum Ludwigsburg“, eine Initiative des Forums Diakonie im Landkreis Ludwigsburg, der Caritas Ludwigsburg-Waiblingen-Enz, des evangelischen und katholischen Dekanats Ludwigsburg und der Evangelischen Hochschule Ludwigsburg, und der Arbeitskreis Asyl freuen sich auf eine rege Diskussion zu einem hochaktuellen Thema.


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