2. Samstagspilgern des Landkreises Ludwigsburg im Martinusjahr

21.04.2016

30 Pilger am 16.4. unterwegs von Besigheim nach Lauffen

30 evangelische und katholische Gläubige haben sich am Samstag, 16.4.2016 aufgemacht, den Wegabschnitt von Besigheim nach Lauffen zu pilgern. Der Martinusweg in der Diözese Rottenburg-Stuttgart wurde im Jahr 2011 vom Bischof Gebhard Fürst eröffnet und ist Teil des europäischen Kulturweges von Szombathely in Ungarn nach Tours in Frankreich.

Zu Beginn des Pilgertages wurde den Pilgern das Bild von der Mantelteilung des Hl. Martin aus dem Diözesanmuseum mit den Worten von Dr. Prange beschrieben, das als Replik im Martinshaus in Besigheim zu bewundern ist.

Danach ging es im leichten Regen von Besigheim die Löchgauer Steige hoch zur Albertus Magnus Kirche in Löchgau. Constantin Weyrich informierte die Pilger kompetent über die Hintergründe des Kirchenstreites, der zur Zeit des Hl. Martin herrschte und über Martin als Glaubenszeuge.

Nach einem weiteren Anstieg zur Berghütte nahe Freudental nahmen die Pilger dankbar das Angebot an, unter dem Zelt, geschützt vor dem Regen, mit Zopf und heißem Kaffee vom Ortschaftsrat Löchgau der Kirchengemeinde Heilig Kreuz Besigheim bewirtet zu werden. Nach dem Impuls über die Variationen von schneidender Kälte in unseren Tagen und der Frage, was jeder Einzelne dagegen tun kann, brachen die Pilger Brötchen in zwei Teile und teilten diese im Geiste des Hl. Martin untereinander. Nach einem kurzen Abstecher über Freudental ging es weiter zum Michaelsberg.

Gut gestärkt im Tagungshaus auf dem Michaelsberg mit kurzweiligen Informationen über die Michaelskirche und mit Jesu Wort: „Niemand kann zwei Herren dienen“ machten sich die Pilger bei Sonnenschein auf den weiteren Weg über Botenheim zur Martinskirche nach Meimsheim.

Die Kirchenführerin spannte den Bogen von den Anfängen der Martinskirche von der kleinen Feldkirche aus der Frankenzeit bis zum heutigen Kirchenbau mit den aktuell geplanten Renovationen. Die ehemals tausendjährige Gerichtslinde vor der Kirche in Meimsheim legte nahe, die Szene des Hl. Martin mit dem gefällten Baum anzusprechen. Die Standhaftigkeit des Hl. Martin wurde mit dem anhaltenden Widerstand und der Zivilcourage des Paters Rupert Mayer gegen den Rassen- und Klassenhass des NS-Regimes verglichen.

In der Regiswindiskirche in Lauffen wurde über die heutige und moderne Art des Teilens reflektiert.

Otto Abele Pilgerführer


Hier einige Impressionen vom Pilgertag (Fotos von O. Abele und A. Schwab):

 
 

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