KIRCHENEINTRITT & -AUSTRITT

Kircheneintritt

Ein Kirchenaustritt ist keine unwiderrufliche Entscheidung. Immer wieder kehren Menschen in die volle Gemeinschaft der Kirche zurück. Die Gründe für eine solche Rückkehr sind vielfältig: Begegnungen mit glaubwürdigen Christen, die das Leben in der Kirche in einem neuen Licht erscheinen lassen; die Geburt eines Kindes, dem man den Weg zu einem Leben in der Kirche öffnen möchte; der Wunsch nach einer kirchlichen Eheschließung oder einem kirchlichen Begräbnis; Schicksalsschläge; die Suche nach dem Lebenssinn oder besondere positive Erfahrungen, die religiöse Fragen wieder wach werden lassen... Die Rückkehr in die Kirche ist in solchen Fällen immer möglich.

Grundlegende Informationen zum Wiedereintritt, zur Erwachsenentaufe und zum Übertritt finden Sie im Internet unter: www.katholisch-werden.de

Wenden Sie sich an einen katholischen Seelsorger, den Pfarrer der Gemeinde oder andere pastorale Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter. Die SeelsorgerInnen werden Ihre Schritte in die Kirche zurück begleiten. Es liegt nahe, einen Seelsorger/Seelsorgerin Ihrer Ortsgemeinde aufzusuchen. 

Für Erwachsene, die die Taufe empfangen möchten, ist ein Glaubenskurs auf Ebene des Landkreises in Vorbereitung. Anfragen und weitere Informationen erhalten Interessierte bei der Dekanatsgeschäftsstelle.


Kirchenaustritt

Die Gründe für die Entscheidung, aus der Kirche auszutreten, sind vielfältig. Mal sind es schlechte Erfahrungen mit Priestern, Gemeinden oder mit der Kirche allgemein. Dann kann es der Glaube an Gott sein, der vielen heute schwer fällt. Auch der Wunsch, Kirchensteuer zu sparen, spielt eine wichtige Rolle. Oder gibt es irgendeine andere christliche Gemeinschaft, in der Menschen erfüllter ihr Christ Sein leben können als in der katholischen Kirche?

Da der Kirchenaustritt meistens wortlos erfolgt (eine Meldung vom Standesamt informiert das zuständige Pfarramt über den Verwaltungsakt), bleiben die Gründe und die daraus entstehenden Fragen unbeantwortet. Wenden Sie sich deshalb bitte an Ihr zuständiges Pfarramt und vereinbaren Sie ein Gespräch mit Ihrem Pfarrer. Bei diesem Gespräch geht es nicht darum Sie umzustimmen. Vielmehr ist es wichtig, dass Sie die Gründe Ihres Austritts nicht für sich behalten. Sie geben uns damit die Chance, etwas zu verändern bzw. zu verbessern.

Wenn Sie die Bindungen an die Kirche lösen, so hat dies praktische Konsequenzen. Der Kirchenaustritt wird in den Büchern Ihrer Taufpfarrei vermerkt. Sie verlieren das Recht auf eine kirchliche Trauung und Beerdigung. Außerdem verlieren Sie den Zugang zu den Sakramenten. Der Ausschluss von den Sakramenten ist keine „Strafe“, sondern ein Ernstnehmen Ihrer Entscheidung, die Kirche zu verlassen.

Trotzdem bleiben Sie durch die Taufe mit der Kirche verbunden. Sie sind nach Ihrem Austritt bei der Kirche nicht „abgeschrieben“. Wenn Sie irgendwann einmal Ihren Entschluss ändern und in die Kirche zurückkehren wollen, werden Sie offene Türen finden. Wenden Sie sich hierzu bitte an das zuständige Pfarramt.


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